IAA 2009
28. September 2009, 09:48
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Alle zwei Jahre, im Wechsel mit dem Pariser Auto-Salon, präsentieren die Autohersteller dieser Welt ihre Kreationen auf Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt. Die vielleicht wichtigste Messe der Branche in Deutschland wird von mal zu mal Grüner: umweltfreundliche Konzepte, Studien mit erheblicher CO2-Reduktion, Autos mit Hybridantrieb, und und und. Aber das meiste ist halt immer noch nur Zukunftsmusik, wenngleich man der dieser Zukunft mit jeder Messe ein Stück näher kommt.

Dennoch gibt es sie auch hier, die automobilen Männerphantasien. PS-strotzende in muskelösem Blechkleid verpackte Luxuskarossen. In Form eines Porsche Panamera oder Mercedes-Benz SLS AMG kommen sie daher. Atemberaubend schön und sündhaft teuer.

Was war noch? Audi (100 Jahre) und Mini (50 Jahre) feiern sich mit ihren Geburtstagen selbst. Alfa dimensionierte seine Präsentationsfläche viel zu klein. BMW baut gleich eine Rennstrecke auf seinen Messestand und irgendwie tun mittendrin wohlplatzierte alte Chromschätzchen dem Auge richtig gut. Aber auch die Alltagsautos bekamen eine Frischzellenkur. Opel präsentiert den nigelnagelneuen Astra, Skoda seinen Superb als Combi, Citroen den C3, der irgendwie nach Ford aussieht und Peugeot u. a. den Van 5008.

Aber all die schöne neue automobile Welt hat sichtbare Kratzer im Lack abbekommen. Nach der weltumspannenden Wirtschaftskrise fehlten hier in Frankfurt knapp ein Viertel der Aussteller, und das merkte man. Neben Honda, Daihatsu blieben Infiniti, die Horde der Chinesen – allen voran Brilliance, und vor allen die vielen Zulieferer fern. Einige davon mag es wohl schon nicht geben.

Aber dennoch gab es für den geneigten Betrachter einiges neues und ausgefallenes, was ich hier mal in einem (kleinen?) Meeserundgang zusammengefasst habe. Viel Spaß!



Tag 15 – Grau und braun sind alle meine Farben (So, 19.07.2009)
20. September 2009, 12:04
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Der Tag der Heimreise ist da. Jetzt. Hier. Heute. Und unwiederruflich. Ich schäle mit gehörig unausgeruht um halb 6 aus der Koje, weil auch diese Nacht mangels Klimaanlage und auf Grund der schwüle im Raum nicht an einen erholsamen Schlaf zu denken war. Das ist ein echtes Phänomen, obwohl draußen ein kräftiger Wind bläst, und des Nächtens alle Türen und Tore offenstanden, verlor sich nicht ein lausiges laues Windlein in die Schlafkabine.

Um sechs, als alle Habseligkeiten in die Koffer und Rucksäcke verstaut sind, geht’s wehmütig los Richtung Flughafen. Julie hat Sprühwurst. Ich denke, die späte Pizza + die Aufregung vor dem Heimflug wirken jetzt. Ausgerechnet jetzt. Der Plan, Mario schmeißt uns am Flughafen raus, wir checken indes ein, er braust dem „Corsa Nostra“ zum Autovermieter nach Split, sein Onkel holt in ab und bringt ihn innerhalb der vorgesehen Zeit (bis 8:15 Uhr – Boarding Time) wieder zurück zum Flughafen. Ja, soweit der Plan.

Julie und ich nutzen die Zeit, um ihren Magen wieder Einzunorden und wenigstens vor diesem Flug in Ruhe einen Kaffee zu schlabbern. Wenn mich jetzt allerdings jemand fragte, was ich für typisch deutsch hielte, dann würde ich vermutlich Kaffee sagen. Ich vermisse unser typisches schwarzes Gold – kräftig im Geschmack, aber nicht zu stark in der Konsistenz. Hier ist ein Kaffee ein Espresso und ein großer Kaffee folglich, na? Richtig, ein doppelter Espresso. Auf Dauer nix für Menschen mit Herzrhythmusstörungen. Nach dem Genuss eines kroatischen Kaffees müssen erstmal ne Sodbrennenpille und ein Betablocker her.

Julie und ich philosophieren über unser schönstes Ferienerlebnis. Tja, schwierig. Denn wir hatten viele Highlights: der Pool, das Restaurant samt Besitzer in Brna, die Insel-Unterkünfte, die Mopeds, das proppenvolle Trogir, die unheimlichen Begegnungen mit der Fähre und Proizd, das azurblaue Wasser. Ne echt harte Nuss sich festlegen zu müssen. Aber dennoch war für mich der Besuch von Korčula City sicherlich mein persönlicher Favorit. Die wunderschöne Altstadt, die engen Gassen und nicht zuletzt die wunderbar idyllisch gelegene Promenade machen ihn zu einem Tag mit Goldstatus. Weltmeisterlich.

Ganz großes Kino war da aber auch der Grillabend mit den zweiten Gastgebern in Vela Luka. Dem Kapitän hätte ich noch Stunden zuhören können. Toll auch, dass uns unser ehemaliger Arbeitskollege Igor am Flughafen abholte, und, trotz zuhause gebliebener Familie, den Tag mit und verbrachte.

Beinahe zur Boarding Time erreichen dann auch Mario uns sein Onkel die Abflughalle. Wir bestellen noch ein letztes Getränk und dann heißt es entgültig Abschied nehmen. Von dem Land, den Leuten und Ivo. Schön, ihn und seine Frau mit der Kurzen kennengelernt zu haben.

Es gibt nochmal kurz Aufregung als Mario, während ich auf Klo bin und Julie wartet, im Duty-Free-Shop entschwindet. Er scheint wie vom Erdboden verschluckt. Natürlich ist auch jetzt sein Handy ausgeschaltet. Klar. Als wir uns nach erfolgloser Suche dann einfach ins Flugzeug aufmachen, sehen wir, dass ein Platz in unserer Reihe besetzt ist. Und durch wen? Mario natürlich, und schaut uns fragend an. Egal, jetzt müssen wir den Spürtrupps und Suchhunden draußen im Terminal nur kurz mitteilen, dass sie unverrichteter Dinge wieder abrücken können. Und auch die Suchhubschrauber können abdrehen und uns endlich starten lassen.

Der Heimflug ist bis zu den Alpen ein Träumchen. Wir fliegen diesmal, wegen der Windsituation, die italiensche Adriaküste entlang und können sogar für einen kurzen Moment einen Blick auf Venedig erhaschen. Als es hügeliger wird, nimmt auch überproportional die Wolkendichte zu. Zudem liegt auf den Gipfeln der Alpen auch überproportional viel Neuschnee.

Der Rest ist schnell erzählt: graue Wolken und im Landeanflug auf Köln/Bonn erleben wir Vater Rhein, der uns herrlich in seinem gesunden braun anstrahlt. Hach, schön wieder zuhause zu sein. Entsprechend sommerlich deutsch ist auch das Wetter hier: Grau, Regen, 19 Grad. So ist brav. Keine Experimente. Wir hatten ja schließlich zwei Wochen Sonne satt. Sollte bloß reichen. Mario verfällt auf der Rückfahrt ob des Wetters in tiefe Depression und sehnt sich die herrliche Wärme mit dem zarten Sonnengestrahl zurück. Tja, das Wetter ist halt kein Ponyhof. Aber, bei dem Wetter kann man ruhigen Gewissen wieder sagen: „Gozeidank, Morgen wieder Arbeiten“.

Ja Heimat, du hast uns wieder!



Tag 14 – Familienbande (Sa, 18.07.2009)
19. September 2009, 20:24
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Nach einer unglaublich stickigen Nacht brüllt mich der startende V8 eines Rennbootes im Hafen am Pier gegenüber aus dem Delirium. Danke, gerade jetzt, als ich mich ein wenig in den Schlaf geschwitzt habe. Okay, dann fahren wir halt eher als geplant nach Trogir. Ja, wir wollen wenigstens noch einmal Trogir bei Tageslicht und mit weniger Touristen erleben. Vielleicht haben wir ja Glück. Es hält sich außerdem das Gerücht, Mario’s Patenonkel samt Familie noch einmal zu treffen. Allerdings weiß noch keiner der Hauptprotagonisten, ob die Verabrede überhaupt stattfindet.

In Trogir angekommen haben wir dann nicht das angesprochene Glück. Warum auch? War gestern Abend nicht so, warum sollte es ausgerechnet heute anders sein? Wer noch nicht dort war, der stelle sich die hiesige Verkehrssituation bitte wie folgt vor: es führt (neben der Überlandstraße) auch innerorts eine Hauptverkehrsader am Meer entlang quer durch den Ort. Zudem führt eine Straße über eine Brücke, vorbei an der Altstadt Trogir’s, auf die Halbinsel Čiovo. Über beide Straßen wälzt sich an jedem verdammten Tag mind. einmal der komplette Fahrzeugbestand Kroatiens PLUS Touristen. Und wie es nun von den Straßenbauern so geplant ist, treffen sich diese beide Straßen an einer Kreuzung. Und hier scheint der Eingang zu Hölle zu sein: es ist laut, es stinkt nach Diesel, Benzin und Öl und wer nicht aufpasst, hat im günstigesten Falle nur eine Beule. Und damit meine ich sowohl Autofahrer als auch Fußgänger. Weil das alles noch nicht genug ist, münden dort ausgerechnet die Parkplatzzufahrt zu einem gutbesuchten Konsumtempel und der städtische Busbahnhof.

Nun der viele Verkehr ist jetzt nicht neu: vor vier Jahren gab’s auch schon Staus. Und davor vor vier Jahren wahrscheinlich auch. Doch hat es die Stadtverwaltung bis zum heutigen Tage nicht fertiggebracht eine Ampelanlage zu installieren. Vllt. sind für eine solche Notwendigkeit doch die Unfallzahlen zu gering. Man steckt nicht drin…

ACHTUNG: Ironie an – Nun, wie es das Verkehrchaos vermuten ließ, ist Trogir heute natürlich kaum besucht – Ironie aus. Massen an Menschen schieben sich über einen Markt, der so bunt und vielvältig ist wie die Menschen hier. Das Obst, was hier feilgeboten wird, ist so zahlreich und vielfältig wie der Malkasten Farben hat. So bietet der Markt ein herrlich geschäftiges Bild.

Es geht weiter, und erneut tauchen wir in die Altstadt ein. Wir wühlen uns durch zu einem Bäcker, der vllt. ein Frühstück anbietet. Doch dass scheint hier nicht üblich zu sein, und so kehren wir nach einigen Runden zurück zum Markt und decken und an einem Backstand mit Teigwaren ein. Dazu kehren wir abseits des Touristenstroms in ein Café ein genießen unser „Brunch“ in verhälnismäßiger Ruhe.

Anschließend kehren wir Trogir für 2009 den Rücken und knallen uns ein allerletztes Mal ans klare Mittelgemeer. Wir fahren zu der Bucht, die ich bereits am Ankunftstag unwissend und ungeplant, eigentlich auch nur expemplarisch für alle Buchten Kroatiens, abgelichtet habe. Tja, hier in Vinišće scheint sich somit der Kreis unseres Urlaub zu schließen. Hier startete gewissermaßen der Urlaub im Bild und hier hier endet er auch irgendwie…

Die Sache wird jetzt meloncholisch, komisch rund.

Am Abend (nach zahlreichen über den Tag verteilten SMS mit Ivo, Igor’s Onkel, verabreden wir uns tatsächlich mit der jungen Familie aus Kaštela. Nachdem wir uns kennengelernt und sehr nett unterhalten haben, machen wir uns auf in deren Heimatort eine Pizzeria aufzusuchen. Mitterweile haben gut 22:30 Uhr, der Magen so was von hängt durch, als wir endlich in der Speisekarte fündig werden. Ein letztes Mal traditionell dalmatinische Küche: Pizza!

Gegen halb 1 in der Nacht verabschieden wir uns schließlich von Ivo, Anna und dem kleinen Sohnemann. Hoffentlich auf ein Wiedersehen…



Weltgrößtes Panoramabild
16. September 2009, 12:04
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Nachdem mein Kumpel Alf auf seiner Webseite bereits über den wunderbar hochaufgelösten virtuellen Rundgang des Mainzer Doms berichtete, hat man für das Kunsthistorischen Museum Wiens noch eine Auflösungsschippe draufgelegt und das weltgrößte Panoramabild geschaffen. Das Bild zeigt u. a. detailreich die aufwändige Deckengestaltung der etwa 8 Meter hohen Eingangshalle des Museums. Das großartige (gestitchte) Panoramabild beruht auf nicht weniger als 1.200 Einzelaufnahmen und ist somit sagenhafte 5,3 Gigapixel (!) groß. Der Zoomfakter fällt dementsprechend atemberaubend aus.

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Der Fotograf Florian Kalmar präsentiert dem staunenden Betrachter noch weitere Aufnahmen in seiner Gigapixel-Galerie.

Weitere Links:



Tag 13 – Trogir Reloaded (Fr, 17.07.2009)
14. September 2009, 15:16
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Schrüll! „Boar, is schon 4? Nee, ne?“. Doch! Leider Gottes ist es bittere Wahrheit und eine dreiviertel Stunde später erwartet uns schon das Taxi. Übrigens, das einzige hier auf der Insel. Müde raffen wir unsere allerletzten Plörren zusammen und ziehen in voller Touri-Kampfmontur schurfend in die einsetzende Dämmerung. Tschüss Haus, Tschüss Pool! Tschüss, ihr netten Gastgeber!

Das Taxi ist pünktlich auf die Minute und rasch sind wir – is ja nix los auf der Straße – am etwa 2-3 Kilometer entfernten Pier angelangt. Allmählich geht dem Tag ein Licht auf. Ich nutze die Zeit, bis die Fähre anlegt, für einige letzte Stimmungsaufnahmen.

Die Fähre naht – ebenfalls pünktlich wie die Maurer. In nur knapp zwei Stunden erreichen wir bereits das Festland wieder. Nüchtern besteigen wir den Katamaran und bestellen flott eine Runde Wachmacher. Der Kahn ist trotz der Uhrzeit gut gefüllt und wird knapp ein Stunde später, als wir in im Hafen von Hvar anlegen, richtig voll. Tausend Touris auf dem Weg in die Heimat und Einheimische auf dem Weg zur Arbeit. Es ist etwa halb Acht als wir wieder zurück in Split sindund habe prompt ein Déjavu. Aber diesmal ist der Plan für die Stadt ein anderer. Wir bummeln diesmal nicht gemütlich durch die Altstadt, sondern Mario stellt uns stattdessen an einem hafennahen Café ab, während er sich per pedes auf den weiten Weg in die Innenstadt zu einem Touristikbüro aufmacht.

Ich verkürze die Zeit für den geneigten Leser ein wenig. Denn zu beschreiben, wie Julie und ich an Kaffee und Wasser lutschen, erscheint mir wenig unterhaltend. Ich drehe die Uhr mal kurz 90 Minuten nach vorne. Julie’s Verdacht, weil Mario bereits so lange weg ist, ist, dass er keine Unterkunft bekommen hat, und stattdessen ein Mietwagen nimmt. Komisch, irgendwie ist sie dann auch wohl kurzfristig mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattet worden. Zu dumm, dass wir jetzt nicht zuhause in Deutschland einen Lottoschein ausfüllen können. Ich sehe ein Werbeplakat für das U2-Konzert am 09.08. in Zagreb. Jawoll, nur noch Zweieinhalb Wochen bis es in Gelsenkirchen soweit ist. Mario hat anstelle einer Unterkunft einen Corsa D (kein Diesel, sondern die Baureihe ist gemeint) mit 60 unbändigen PS gekommen. Klingt flott, isses aber nicht. Weil drei Personen, Gepäck und das Auto selbst schwer am Antriebsstrang zerren. Dafür hat er aber einen guten Kurs für die Schüssel ausgehandelt, und so können wir erst einmal grob Richtung Norden einschlagen. Da wollen wir hin, und mal schauen, wo es uns letztendlich hinverschlägt.

Der Lorenz burnt nur so vom bli-bla-blauen Himmel. Round about 10 Uhr und wir befinden uns nahe der 30-Grad-Marke. Thank god, dass wir ne Klima haben. Wir eiern so die Küste entlang. Vorbei an Trogir und Seget Vranjica. In Poljica halten wir mittels einer Not- und Gefahrenbremsung, weil son’n Typ mit einem handgemaltem Apartmani-Pappschildchen wedelt. Kurze Verhandlung auf kroatisch und dann geht’s (steil ist gar kein Ausdruck) den Berg hoch. Natürlich liegt die Butze fast ganz oben auf dem Gipfel. Durchgeschwitzt, die Oberschenkel brennen, vom Hungerast geplagt und völlig außer Atem mit 200 Puls hoffen wir, hier oben ein Sauerstoffzelt vorzufinden. Stattdessen gibt’s aber nur nur zwei Schlafzimmer, ne Küche und ein Bad. Ohne Klima und, trotz Berg, mit ohne Aussicht. Danke, Nein.

Wir wollen weiterfahren, doch ne Mutti ein Haus weiter, will uns ihre Hucke zeigen. Und die ist noch mieser. Trüb, finster und auch ohne Klima, weil sie die an jemand anderen vermietet hat. Nicht wirklich hilfreich bei der Hitze.

Also weiter, denn bereits drei Kurven später erwartet uns das kleine Örtchen Marina. Hier muss doch was zu kriegen sein. Wir biegen in den Ort ein ein, und fahren die Hafenstraße entlang. Immer wieder stoßen wir auf die Gästezimmerschilder, und endlich, bei einem, hält Mario an und fragt die Frau, die gerade vor ihrem Haus steht und mir anderen Einheimischen quaselt, ob sie etwas für uns drei frei habe. Offenbar, denn wir sollen ihr folgen. Im zweiten Stock bietet sie uns zwei Zimmer mit schrullig alter Einrichtung und auch ohne Klima, aber mit einer sexy Aussicht auf Marina’s Marina. Ha, ha… Der Preis ist fair (50 Eus für beide Zimmer, die über je eine Dusche mit WC verfügen) und so schlagen wir zu. Okay, wir wollen hier ja schließlich nur heia-bubu machen, nix mehr.

Als wir das Auto leergeräumt haben, und ein wenig zur Ruhe kommen, überrennt uns die Müdigkeit. Die vier Uhr von heute früh bekommen wir jetzt noch einmal auf dem Silbertablett serviert. Julie und Mario hauen sich in die Pofe. Ich schaue dösend in die Gegend und schreibe gerade diese Zeilen hier.

Der Mittag geht lautlos in den frühen Nachmittag über und schwupp sind die beiden Zimmernachbarn wieder bereit für neue Taten. Wir wollen „Trogir Reloaded“ abdrehen, denn wir sind erneut, nach 2005, in dem wunderschönen Ort mit der kultigen Altstadt. Rasend schnell sind wir da, und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Aber Trogir ist zum Bersten voll. So voll, wie es voller nicht sein kann. Quasi Voll im Quadrat. Selbst die Kähne, die am an der Promenade festgemacht haben, parken hier heute in Dreierreihen. Kein Witz. Das war vor vier Jahren aber noch anders. Aber was soll’s. Wir haben 2009, also hinein ins Gewühl. Nix für Claustrophobiker und Menschen mit Angst vor Menschen. Wir schieben uns im Laternenschein durch die engen Gassen, und auf der Promenade finden wir gar noch ein Plätzchen in einer Pizzeria zwecks Kalorienzufuhr.

Gestärkt schlendern wir weiter die Promenade hinunter bis zur großen Burg Kamerlengo und wieder zurück. Wir staunen, da es jetzt sogar ein Schiffstaxi zur Hotelanlage „Medena“ außerhalb Trogirs gibt. Jetzt kann man sich gepflegt in der Altstadt volllaufen und anschließend nach Hause schippern lassen. Keine schlechte Option – wenn wir „Medena“ gebucht hätten. Haben wir aber nicht, also weiter. Am Kai liegen liegt eine ärmliche Luxusyacht neben der nächsten. Die Adria muss leer von Schiffen sein, denn alles, was schwimmen kann, scheint heute Abend hier vor Anker zu liegen.

Nur haben auch irgendwann lahme Füße und die Faxen angedickt vom vielen Menschengekrabbel und machen uns wieder auf den Weg Richtung Marina. Den Abend lassen wir dann ganz Galama und ohne Getöse auf dem Balkon unserer Unterkunft mit einer Gerstenkaltschale ausklingen.



Zahl des Tages: 19.781.946
9. September 2009, 13:54
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Juchu! Unglaublich aber wahr: dieser erst seit Mai existierende Blog ist bereits an (ACHTUNG, FESTHALTEN) sage und schreibe 19.781.946ster Stelle im Ranking auf alexa.com gelistet! Yes, es geht voran. Und irgendwann (in 15 Millionen Lichtjahren) haut Ihr damit Google von Platz 1! :-D Think positive…

In diesem Sinne, immer mal wieder hübsch draufschauen hier…

Danke Euch. Leute!

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Tag 12 – Klassik unterm Sternenzelt (Do, 16.07.2009)
8. September 2009, 08:33
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Heute: Letzter Pooltag. Auch dieser Tag verläuft alles in Allem wieder gänzlich im entspannten Plan. Wir zehren noch von den vielen Überbleibseln des gestrigen B-B-Qs und sind alle den ganzen Tag eher dauersatt. Ansonsten findet man uns mal im Wasser, mal daneben, mal mit UNO und mal mit nix. Abends folgt dann der letzte Rundgang durch den Ort Vela Luka. Es heißt jetzt Abschied nehmen. Auch hier gilt, wie schon in Brna: „War doch schön hier!“. Tja, nun hat auch das schönste und längste Inseldasein ein Ende. Spätestens aber dann, als wir die Fährrickets für Morgen früh in unseren Händen halten.

Alter Gestalter, die Fähre geht nicht nur früh, die geht sogar ganz früh. Um 5:30 Uhr, um genau zu sein. Wir orientieren uns in der Touristenbude „Mediteraneo“, in der wir mittlerweile auf Du und Du mit den Touristikern sind, per Webzugang über eine Übernachtungsmöglichkeit auf dem Festland. Der Flieger geht ja erst kommenden Sonntag Morgen in die Heimat. So brauchen wir also noch Betten für zwei Nächte. Die Suche ist aber erstmal nicht von Erfolg gekrönt.

Als die Sonne versinkt, finden wir uns zu einem Klassikkonzert auf dem hiesigen Kirchengelände ein. Nicht, dass wir so große Freunde der stromlosen Musik währen, aber die beiden Kinder unserer Vermieter spielen in einer Kombo auf, und da wollen wir doch wenigstens ein wenig Präsenz zeigen.

Das Konzert beginnt mit einem wahren Brüller. Ein wahrer Reißer. Vielleicht ist so ein Opener in Klassikkreisen der Burner, aber so viel Schwermut tut am Anfang keinem gut. Nach rund fünf recht hörenswerten Stücken hat die Kombo, die bis jetzt gespielt hat, offenbar erst mal Pause, und wird durch ne neue Truppe, diesmal mit Gesang, durchgetauscht. Links neben mir hat sich ein Typ mit seiner Handycam in Stellung gebracht, aber offenbar schlecht vorbereitet. Während das Konzert bereits in vollem Gange ist, versucht er mit der einen Hand möglichst erschütterungsfrei zu filmen, während er mit der anderen das störrische Stativ auf Augenhöhe zähmt. Und das knarrzt in einer Herrlichkeit, dass es der Aufnahme nicht verborgen geblieben sein kann. Ich Mutmaße mal, bedingt durch die Nähe des Stativ zum Aufnahmeort, ist auf dem Band später mehr Stativ-Gewimmer als Spielerei des Orchesters zu hören.

Wir haben alsbald genug von seiner Fuchtelei und verlassen stickum hintenrum das Konzert. Nicht, weil es uns nicht gefällt, sondern weil um vier Uhr in aller Hergottsfrühe der Wecker alarmt, und ein bestelltes Taxi uns ab 4:45 Uhr zum Pier bringen will. Leider bekommen wir so keine Gelegenheit mehr uns vom Kapitano Grano und seiner Frau zu verabschieden.

Sehr schade… Macht’s gut und vielleicht sehen wir uns mal wieder.



Fake Miniature im Werbespot
7. September 2009, 20:37
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Nach dem ersten ernstzunehmenden bewegten Bildern zum Thema Tilt-Shift (ich berichtete bereits hier darüber) gibt’s derzeit etwas jeden Tag zu bewundern: im neuen TV-Spot der Telekom. Anscheinend hat man den Effekt jetzt auch für die Werbung entdeckt. Und tatsächlich wirkt der Effekt im TV wirklich neu.

Der Spot scheint wohl so neu, dass er z. B. bei Youtube noch nicht aufgetaucht ist. Aber, keine Bange, hier gibt es ihn zu sehen: www.millionen-fangen-an.de



Tag 11 – Captain’s Dinner (Mi, 15.07.2009)
6. September 2009, 18:47
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Nach einem weiteren eher entspannenden (und diesmal ereignislosen Tag) am Pool haben wir zum gemeinschaftlichen Abendessen geladen: wir wollen die Gastgeber nebst ihren Kindern und das slowenische Ehepaar, das seit einigen Tagen unsere neuer Nachbar ist, mit einem leckeren Grillabend überraschen. Dazu hat Julie für die gesamte eingeplante Kompanie typisch deutschen Nudelsalat gebaut. Mario und ich waren mittags extra beim Metzger im Ort und haben einen halben Meter Chavapas besorgt. Zudem sollen auch 16 Makrelen für ein Sättigungsgefühl bei den Gästen sorgen. Allerdings muss man die hier noch selber ausnehmen. Julie und vor allem Vegetarier Mario meistern das Gemetzel mit Bravur. Chapeau! Ihm ist aber anschließend speiübel. Soviel Geglibber bekommt er nur selten zwischen die Finger. Tja, jetzt’n Ramazotti – wenn wir’n denn hätten…

Wie sich aber mit fortschreitendem Nachmittag herausstellt, tauchen später wohl erheblich weniger Personen an der Festtagstafel auf, als ursprünglich geplant: die Kinder sind beim Musikunterricht, die Slowenen wollen im Ort zu Abend essen, und außerdem mag das Vermieterehepaar doch lieber Fleischiges. Na, super! Wer soll denn jetzt die Berge an Salaten, Grillgemüse, Chevapi und vor allem Fisch essen?

Am Abend stoßen die beiden Vermieter zeitig dazu. Und der Chef des Hauses kümmert sich indes mit der fachgerechten Befeuerung des Grills. Ich staune, denn er zündet zunächst einige Zweige aus Pinien, Oliven- und Feigenholz an. Das raucht aber mächtig. Erst als das Holz fast verbrannt ist, kippt der Chefgrillant einen amtlichen Berg Holzkohle drüber. Nachdem dann alles gut durchgezogen ist und die Kohle die richtige Temperatur hat, legt er die erste Lage Fisch, Fleisch und Gemüse auf ein knapp über der Glut ruhendes Rost. Entsprechend schnell ist die erste Fuhre des Grillguts dann auch durchgegart. Und als ich schließlich in den ersten Hackstreifen beiße, erlebe ich eine wahre Geschmacksexplosion: der rauchige Geschmack des Holzes ist wunderbar in das Fleisch eingezogen. Zudem ist es herrlich saftig und hat durch den Garprozess eine wunderbar braune Farbe angenommen. Ein appetiöser Gaumenschmack *sabber*. Selbstredend sind natürlich der Nudelsalat, und das Grillgemüse ebenfalls eine wahre Wonne. Abgerundet wird das Fest mit selbstgekelterten Wein der Hausherren.

Der Abend schreitet voran und die Amtsprache am Tisch wird Englisch. Zum Glück, braucht der Mario fortan nicht mehr alles zu übersetzen. Auch das mittlerweile heimgekehrte slowensiche Ehepaar setzt sich dazu. Und siehe da, er kommt auch aus der Werbebranche. Natürlich in diesem Urlaub, woher auch sonst… Er leitet eine kleine Agentur in Ljubljana. Wie klein ist bitte die Welt (auf jobtechnischer Ebene)?

Puh, ich stelle fest, Englisch schreiben ist eines, aber Englisch reden ist anders. Macht man ja doch nicht so häufig – leider. Und folglich kommt bei mir vor: „I’m running out of words!“ Gelächter in der Runde. Im Verlaufe des Abend stellt sich heraus, die Vermietersfrau ist eine Arbeitskollegin unseres Vermieters drüben in Brna. Die beiden sind Lehrer. Und wieder erscheint die Welt viel zu klein. Okay, auf einer Insel naturgemäß noch ein wenig kleiner.

Der Vermieter, ein kerniger aber herzlicher und überaus sympathischer Mensch, ist Kapitän eines Chemiefrachters und für seinen Arbeitgeber, eine japanische Reederei, auf allen 7 Weltmeeren unterwegs. Natürlich packt er ordentlich Seemannsgarn aus. Und wir hängen ihm an den Lippen. Er erzählt tausende spannender Geschichten. Ob von den Piraten vor Somalia, der aufstrebenen Wirtschaftmacht Chinas, das Ereignis Hurrican „Katrina“ auf dem Mississippi überlebt zu haben oder von Zechgelagen mit seiner Mannschaft.

Leider ist dieser Abend viel zu früh zu Ende, denn die Vermieter müssen morgen mit der ersten Fähre, also um halb sechs, nach Split.



Neues von Simon’s Cat
4. September 2009, 08:03
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Wer kennt nicht die unglaublich charmanten wie witzigen Comicstrips des britischen Zeichners & Animators Simon Tofield? Darin beschreibt in kurzen Abhandlungen skurrile Erlebnisse mit (s)einer Hauskatze. Nach dem „Fed Up“-Strip, der einen Ausritt in das Hundeleben beschrieb, ist nun ein neuer Shortie veröffentlich, der sich wieder um Simon’s Cat dreht. Viel Spaß!

Noch mehr, vor allem von seinen animierten Kurzfilmchen gibt’s auf seiner Homepage: Simon’s Cat