Gespeichert unter: Urbanes Drumherum | Schlagworte: 24.11.2009, Freizeitzentrum West, FZW, Konzert, Live in Dortmund, Mesh, Synthpop
Nee, was ist das immer wieder schön. Wer wie ich die britische Synthpop-Band aus Bristol schon einige Male live erlebt hat, weiß was einen erwartet: gediegene Clubatmosphäre mit einigen hundert Gleichgesinnten – also alles hübsch überschaubar. Willkommen in Mesh’s heimeligem Wohnzimmer. Es fehlen hier eigentlich nur noch die Clubsessel, aber dafür gibt’s nen hauseigenen Gästeplatz auf dem Hof – schön.
Wie immer beginnt ein solcher Abend, diesmal in Dortmunds FZW (Freizeitzentrum West), mit den schon obligaten Special Guests. Und diese waren zum einen die Ein-Mann-Show von Janosch Moldau, der mit einer verträumten wie dichten und vielschichtigen Ambient-Elektro-Soundwolke anrückte, und beinahe über seine umgeschnallte, viel zu groß und irgendwie deplatziert wirkende Gitarre stolperte, und zum anderen die drei US-Boys und Deluxe-Poser von Informatik, die ein wenig nach einer Mischung aus Rotersand, KMFDM und Covenant klingen. Selbst nennen sie ihre Musik „Electronic Arena Rock“. Nach den lieblichen Klängen von Janosch Moldau kann das auch so unterschreiben: die Sounds werden metallischer, eckiger, dunkler und schneller und die Gesten männlicher, größer und irgendwie auch gelernt cooler.
Gegen halb 10, nach einen überaus pünktlichen Start der Special Guests, übernehmen schließlich die Hauptakteure dieses Abends für die kommenden 105 Minuten die Instrumente. Mark Hockings und Richard Silverthorn haben sich aber Verstärkung mitgebracht: Drummer Sean Suleman, Keyboarder Geoff Pinckney und die etwas schüchterne Gastsängerin Julia Beyer von Chandeen. Sichtlich nervös aber tapfer phont sie ihren Part zu „Who Says?“.
So wird das neue Album „A Perfect Solution“ u.a. mit „Is It So Hard?“, dem Opener „If We Stay Here“, der Single „Only Better“, „Hold It Together“ und „The Bitter End“ auch beihnahe komplett rauf und runter gespielt. Aber irgendwie zünden die gewohnt solide und satt präsentierten Songs (noch) nicht so durch. Erst die alten Gassenhauer, wie „Trust You“, „Can You Mend Hearts?“, „I Don’t Think They Know“ oder auch „Petrified“ bringen den Saal zum Beben. Aber beim Uralt-Klassiker „From This Height“, der auch heute noch nichts von seinem treibenden Klanggerüst verloren hat, kocht die Meute. Als sich Frontman Mark seine Gitarre umschnallen will, gibt die keinen Ton von sich. Leicht angehalst überlässt er das Problem einem seiner Rowdys. Aber das Problem ist nicht wirklich eines und ist auch entsprechend schnell gelöst. Das schicke melancholöse „Not Prepared“ beendet schließlich den regulären ersten Konzertblock.
Schon kurz danach die Zugaben: Es startet „In This Place Forever“ und danach bretter „Crash“ los. Gefolgt von der Hymne „Friends Like These“. Während des Songs laufen Fotos unserer Konterfeis, die man zu Beginn des Abends bei Betreten der Örtlichkeit von uns gemacht hatte, über die großen Flatscreens. Die Fotoaktion kennt man ja schon u.a. vom 06er Konzi aus der Essener Weststadthalle… Und so endet das Liedchen mit einem sehr speziellen und ausladenem Outro (kennt man ja irgendwie auch von Mark und Co.) den gelungenen musikalischen Abend.
Bedingt durch die Klein- und Kompaktheit des Areals ist auch der Weg zurück zum angrenzenden Parkplatz ent- und ansprechend kurz geraten und hält auch noch eine kleine Überraschung parat: wer kann schon von sich behaupten, direkt neben dem Tourbus der Band geparkt zu haben…
Und weil’s so schön war, gibt’s ein paar Fotos von dem Event. Viel Spaß…
- Los geht’s mit den Posern von Informatik
- Nettes Gimmick am Rande: Alternative zum Albumtitel
- Rich bei nem harten Riff
- Geoff, der nach dem Aufstieg von Neil einsprang
- Mark(enzeichen): die Wollmütze
- Zu „Want You“ vom neuen Album
- Die Show war auch was für’s Auge: Nette Lightshow
- Wenn die Gitarre patzt…
- „Only Better“…
- … mit Videounterstützung
- Mark und Sean legen sich ins Zeug
- „Is It So Hard?“
- Fontman Mark dreht auf und die Fans drehen mit
- Zu „Who Says?“ rückt Julia Beyer als Verstärkung an
- Sichtlich nervös macht sie ihre Sache gut
- Zugabe mit „Friends Like These“
- Gegen Ende geben alle nochmal alles
- Schluss, Aus, Ende – selbst die schönste Show ist irgendwann mal vorbei
Setlist:
1. If We Stay Here
2. Trust You
3. Leave You Nothing
4. Hold And Restrain
5. I Don’t Think They Know
6. Hold It Together
7. Petrified
8. How Long
9. Want You
10. Can You Mend Hearts?
11. Only Better
12. Is It So Hard?
13. From This Height
14. It Scares Me
15. Shattered Glass
16. Who Says?
17. The Bitter End
18. Not Prepared
19. In This Place Forever
20. Crash
21. Friends Like These
Links zu den Bands:
Gespeichert unter: Webwelt | Schlagworte: 1989-2009, 20 Jahre Mauerfall, 9. November 1989, Antifaschistischer Schutzwall, Berlin, Berliner Mauer, East Side Gallery, Kunst, Kunstwerke, Mauer
In diesen Tagen nähert sich zum 20. mal der Fall des „antifaschistischen Schutzwalls“. Die Löcher in der Mauer werden bereits 20 Jahre alt. Das denkwürdige Ereignis wird in Berlin natürlich riesengroß gefeiert, und schon jetzt präsentierte man die legendäre East Side Gallery in liebevoll restauriertem Zustand wieder der Öffentlichkeit.
Am Rande: die East Side Gallery ist ein nach Öffnung der Mauer von verschiedensten Künstlern bemaltes Mauerstück, und zugleich längster am Stück erhaltener Rest Grenzanlage, mitten im Herzen der Hauptstadt.
Hier gibt’s nun ein paar Links zur denkmalgeschützten Galerie:
- Offizielle Homepage der Galerie
- East Side Gallery (Wikipedia)
- East Side Gallery mit den ursprünglichen Kunstwerken (1990)
- Bilder der East Side Gallery nach der Restaurierung
Ich hoffe, mal wieder persönlich nach Berlin zu kommen und mir dann die East Side Gallery live zu geben. Denn mein letzter Besuch ist im Januar dann auch 20 Jahre her…
Passend zu den Feierlichkeiten traten U2 im Rahmen der „European Music Awards“ von MTV am Brandenburger Tor auf, und gaben vor 10.000 Menschen ein gratis Kurzkonzert mit einem Gastauftritt von Jay-Z. U2, selbst als beste Liveband mit einem EMA gewürdigt, widmeten ihren Song „One“, der 1991 in den Hansa-Studios in Berlin während der Aufnahmen des Longplayers „Achtung Baby“ entstand, den Berlinern. Selbstverständlich spielten sie diesen vor historischer Kulisse live.
Gespeichert unter: Urbanes Drumherum | Schlagworte: Blätterwald, goldener Oktober, Herbst, Laub
Ich dachte mir, bevor die wirklich dunkle und trostlose Jahreszeit beginnt, mache ich mich noch einmal auf und fange die letzte goldene Oktobersonne bei ihrer Arbeit das großartig verfärbte Laubwerk zu bestrahlen ein. So raschelte das Laub unter meinen Füßen in einigen Wäldern und Parks der Stadt. Und das Licht tunkte alles kräftig in einen Malfarbkasten Deluxe.
Ladies and Gentlemen: die aktuellen Farben der Saison – Biddeschöön!
- Nicht etwa künstlich, sondern echtes Knatschrot
- Alle Facetten des Herbstes: Kahlschlag, Grün oder Feuerrot
- Nix verbautes: Hier kann man den Blick noch schweifen lassen
- Der Wald in den Farben der Saison
- Das bleibt fast das einziges Grün im Winter: Efeu
- Herbstliches in den Baumkronen
- Frischer Moosbefall an einem Baumstumpf
- Scheinbar sinnfreies am Wegesrand
- Laub und Himmel üben sich im Komplementärkontrast
- Noch ist aber auch einiges Grün
- Oben am Flugplatz sieht man die Spuren des Herbstes
- Vorherrschender Farbraum: Goldgelb
- Die Stellen oben in den Bäumen werden Lichter
- Am Boden stapeln sich die Blätter
- Hier drehte wohl man den Schwertkampf für das Kung-Fu-Epos „Hero“
- Ganz schön Schmuck, das Gelb
- Herbstliches über den Köpfen der Betrachter
- Pilze räumen auf im Wald
- Noch versucht Grün mit den Brauntönen zu konkurieren – aussichtlos
- Tiefherbstliches Gewand: der Buchenwald
- Bereits am frühen Nachmittag sind die Schatten lang
- Goldgelbe Ahornblätter im tiefen Gegenlicht
- Lichtdurchflueter Wald
- Hieroglyphen am Wegesrand
- Indian Summer direkt um die Ecke
- Rot bis in die Spitzen
- Wahrzeichen aller vier Jahreszeiten: die Ruhrtalbrücke
- Roter geht auch nicht beim echten Indian Summer in den USA
- Der Herbst in der Stadt
- Ein Ahorn mit seinem rot gefärbten Blattwerk
- Berge an Laub fallen in diesen Tagen an
- Der Herbst ist auch in der Stadt nett anzuschauen
- Herstliche 16,7 Mio. Farben



















































