Essener Motorshow 2011
6. Dezember 2011, 21:23
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Früher war alles besser. Oder doch nicht? Messe, Mädelz und Motoren – mit diesen drei Worten könnte man die diesjährige Essener Motorshow grob umreißen. Andere würden wohl sagen: “Ach, also alles wie immer!”. Tja, irgendwie schon. Das gab’s ja alles schließlich auch schon früher. Aber mal im Ernst. Wer erinnert sich nicht noch an die vollmundigen Bekenntnisse der Automobilhersteller zur EMS im vergangenen Jahr? Scheinbar alles nur Lippenbekenntnisse. Von den Autobauern waren lediglich Skoda wieder dabei, und zur Überraschung BMW samt Mini. Honda, Mercedes, Hyundai, Alfa – Fehlanzeige. Naja, es war ja auch das IAA-Jahr, kann man den Herstellern zu Gute halten. Wie dem auch sei, früher war alles besser…

Motorsportmäßig gab’s dafür mächtig aufs Auge: Eine große DTM-Ausstellung, samt Tomczyks Meisterauto und den drei neuen Boliden für die kommende Saison, machten Lust aufs nächste Jahr. Darüber hinaus sorgten einige aktuelle F1-Renner für Aufsehen. Ansonsten gab die Szene dem Volk, wonach es verlangte: Getuntes in allen Variationen: effekthascherische Folien, bunte Felgen, Porno-Lacke, jede Menge Leuchten, Spoiler, Bassröhren und das grässliche Blender-Xenon für 25 Euro. Dagegen anstinken will seit einigen Jahren die Aktion “Tune it safe”, die der VDAT in Verbindung mit dem Reifenhersteller Hankook einst ins Leben rief. Ein Audi R8 in Streifenwagen-Optik als Mahnmal gegen unseriöses Geschraube. Ach ja, dann waren da noch die zweifelhaften “Tussis on Tour”, die auf Blondchen machten und in rosa Tüll ganz plump daherkamen. Dahinter versteckte sich ein Label aus Norddeutschland, die was herausbringen… ja, was eigentlich?

Mein Kumpels und ich hatten aber dennoch einen Heidenspaß an den Jungs, die bereits morgens um halb Elf gesammelte GFK-Bauteile und Endrohre über die Messe schulterten, ergötzten uns an den hübschen Oldtimern und entgingen den Fängen der ADAC-Stände durch weiträumiges Umlaufen. Nach rund 5 Stunden war dann aber auch für uns die Messe für dieses Jahr gesungen. Fazit: tja, früher war alles besser…




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